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Saab 9-3 Cabrio Testberichte,
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Saab Zentrum Leipzig - Modell Tests - Auto Test: Testbericht - Saab 9-3 2.0t
Cabrio contra Audi A4 2.4, BMW 320 Ci Cabriolet, Mercedes CLK 200 K Cabriolet
Audis A4 Cabriolet und der neue offene Saab 9-3 verwandeln selbst trübe Tage
noch in einen goldenen Herbst.
AUF DER SONNENSEITE
Pünktlich zum Saisonstart stellen sich drei der begehrenswertesten Cabrios
dem Test. Kräftig motorisiert und von hoher Qualität bieten der Bayer, der
Schwabe und der Schwede die Aussicht auf vergnügliche Luft-Reisen zu viert
Außenseiter oder etablierte Konkurrenz – wer macht das Rennen unter den
noblen Cabriolets der Mittelklasse? Der neue Saab 9-3 2.0t mit 175 PS tritt
gegen das BMW 320 Ci Cabrio und den offenen Mercedes CLK 200 Kompressor an.
AUTOS IM TEST
Saab 9-3 Cabrio 2.0t
175 PS/129 kW, Frontantrieb, 0-100 km/h in 8.9 s, 220 km/h Spitze
BMW 320 Ci Cabriolet
170 PS/125 kW, Heckantrieb, 0-100 km/h in 9.7 s, 222 km/h Spitze
Mercedes CLK 200 K Cabriolet
163 PS/120 kW, Heckantrieb, 0-100 km/h in 10.4 s, 223 km/h Spitze

Fahrkomfort
Der 9-3 wirkt auf kurvigem Geläuf dennoch sehr handlich. Überschüssiges
Kurventempo baut der offene Nordländer sicher untersteuernd ab und gefällt
durch agiles Eindrehen beim Lastwechsel.
Cabriolets sind unvernünftig, im Grunde können sie nichts besser als ihre
geschlossenen Pendants. Es steht also rein der Genuss am Offenfahren im
Vordergrund, und um dem gerecht zu werden, be-darf es neben einer dynamischen
Abstimmung höchsten Fahrkomforts. Letzteren offeriert der Mercedes par
excellence. Sehr gut gedämpft und entkoppelt auch von groben Unebenheiten
gleitet der CLK selbst über äußerst holprige Straßen. Dank der tiefen
Sitzposition nahezu unterhalb der Windschutzscheibe genießen die
Frontpassagiere eine fast zugfreie Ausfahrt. Als störend erweist sich die
Gurtführung. Zwar wird das Rückhaltesystem angereicht, doch beginnt das
Gurtband bei schnellerer Fahrt im Wind zu flattern. Dieses Manko umgehen die
Tech-niker von BMW und Saab, indem sie den Gurt in den Sitz integrieren. Im
geschlossenen Saab dringt einzig der kernige Sound des Vierzylinders durch –
und das auch nur bei vollem Leistungseinsatz. Weniger geräuschgedämpft geht
es im BMW zu. Sowohl der bei hohen Drehzahlen kräftige Klang des
Sechszylinders als auch das bei zügiger Fahrt rauschende Cabrioverdeck stören
das Komfortempfinden der Insassen. Den Auswirkungen schlechter Wegstrecken
sind sie hingegen nicht ausgesetzt, denn auch der BMW verwöhnt seine
Passagiere mit einer sehr schluckfreudigen, wenn auch etwas strafferen
Fahrwerksabstimmung. Der Saab überzeugt mit hervorragend konturierten Sitzen
inklusive aktiver Kopfstützen (SAHR), einem sehr gut gedämmten Verdeck sowie
einer sehr schnell ansprechenden und zugfreien Heizungs- und Klimaanlage. Eine
bessere Platzierung verhindert sein steifbeiniges Abrollverhalten.
Motor/Getriebe
Drei Hersteller, drei Motorenkonzepte und somit drei unterschiedliche
Charaktere. BMW setzt auf einen 2,2 Liter Hubraum messenden
Sechszylinder-Reihenmotor und erreicht mit dieser Technik die beste Laufruhe
im Test. Sehr geschmeidig gibt der Reihensechser seine Leistung kontinuierlich
ab und wirkt dabei äußerst kultiviert. Leider erweist er sich als nicht sehr
durchzugsstark. Unterstützung findet das Triebwerk in der kurzen Getriebeübersetzung.
Soll zügig überholt werden, verlangt der 320 Ci jedoch den Griff zum
Schalthebel. Ganz anders der Saab: Sein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor glänzt
mit sehr guter Durchzugskraft bei niedrigen Drehzahlen. Ohne jegliche Verzögerung
spricht der mit 0,7 bar aufgeladene und durch zwei Ausgleichswellen beruhigte
Saab-Motor spontan auf Gaspedalbefehle an. Entspanntes Gleiten oder spontaner
Zwischensprint – das Aggregat überzeugt in Kombination mit dem exakt
schaltbaren Fünfgang-Getriebe in allen Bereichen: Es arbeitet laufruhig und
glänzt mit dem niedrigsten Verbrauch.
Mit einem Brems-Mittelwert von 40,8 Metern liegt der Audi gerade noch am Rande
dessen, was akzeptabel ist.
Der Saab bietet mit einem Durchschnitt von 38,5 Metern dagegen keinen Grund
zur Kritik.
Karosserie
Die wesentlichen Bewertungskriterien dieses Kapitels sind der zur Verfügung
stehende Raum für die Insassen, die Gliederung und das Verständnis der
Bedienelemente sowie die Qualität der Karosserie und die Wertigkeit der
Verarbeitung. Letztere machen die zwei deutschen Wettbewerber unter sich aus:
Der Mercedes überzeugt mit seiner enormen Verwindungssteifigkeit, die sogar
noch über dem hohen Niveau des BMW liegt, sowie einer hervorragenden
Verarbeitung. Da kann der Saab 9-3 nicht mithalten: Spürbar erzittert seine
Karosserie auf unebener Straße – und das trotz eines stabilisierenden
Hilfsrahmens. Auch bei den verwendeten Materialien erreicht der Schwede nicht
das hohe Niveau von Mercedes und BMW. Besonders die schwarze Softlack-Front
des Instrumententrägers wirkt billig. Die Bedienung des Nordlichts fällt
hingegen leicht, denn trotz vieler Schalter und Tasten erschließt sich deren
Bedeutung intuitiv – übersichtlicher wirkt nur noch der BMW-Instrumententräger.
Ein weiterer Pluspunkt für den Saab: Sein Innenraum bietet sowohl vorn als
auch im Fond die großzügigsten Platzverhältnisse.
Fazit Die Überraschung ist gelungen: Das neue Saab Cabriolet setzt sich knapp
gegen die starke Konkurrenz aus Deutschland durch. Diesen Erfolg hat es in
erster Linie seinem famosen Antrieb zu verdanken. Sehr guter Sitzkomfort und
akzeptable Preise sprechen zudem für den Schweden. Der BMW begeistert einmal
mehr mit fahrdynamischen Qualitäten, leidet aber unter seinem
durchzugsschwachen Sechszylinder. Dem Mercedes mangelt es neben einem
harmonischen Motorlauf an einer dynamischen Fahrwerksauslegung. Das
neue Saab 9-3 Cabrio lässt zwar leider das markante Design seiner Vorgänger
vermissen, kann sonst aber alles besser.
Vom Antrieb über Steifigkeit bis zum Fahrwerk. So gut, dass er dem Audi A4 Cabrio
gefährlich nahe rückt.
Spätestens beim Design von neuen Autos scheiden sich bekanntlich die Geister.
Ob ein Auto letztendlich ankommt, das wissen nur die Verbraucher selbst –
also Sie.
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Das Saab 9-3 Limousine im Detail
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